Samstag, 16. Januar 2016

Was willst du – eine Welt voller Angst oder eine Welt voller Hoffnung?



Kaum war das neue Jahr angebrochen, da hat es uns voll erwischt.
Wir hören von Angriffen auf Frauen in Menschenmengen an Silvester und anderswann, von neuen Anschlägen, vom bösen arabischen Mann.
Doch das, was wir hören, sind zunächst einmal Gerüchte, und auch hier läuft es so, wie es mit Gerüchten nun einmal so läuft: Der erste erzählt’s dem zweiten, der zweite dem dritten und so weiter und so fort. Die Geschichte wird immer größer, bekommt immer mehr Details. Aus einem werden zehn, aus zehn werden hundert, aus hundert werden tausend.
Und es ist so wie es bei allen Gerüchten ist: Sie enthalten einen wahren Kern, aber es wird auch viel dazugedichtet. Manchmal beträgt der Wahrheitsgehalt 50%, manchmal aber auch nur 1%. Und je mehr Leute das Gerücht weitererzählen, umso geringer wird der Wahrheitsgehalt.

Ich bin entsetzt, wie häufig ich in den sozialen (und auch Print-) Medien in den letzten Tagen und Wochen Halb- oder überhaupt nicht Wahres gelesen habe, und als Reaktion darauf mehr oder weniger deutliche rechte Parolen, die auch von Leuten geteilt wurden, von denen ich das niemals gedacht hatte.
Ich habe Panik wahrgenommen.
Panik vor den bösen Ausländern, vor der abwesenden Politik, vor der unfähigen Polizei.
Panik davor, dass das Leben anders werden könnte – schlimmer.

Doch sei mal ganz ehrlich: Wenn du die Medien ausblendest – wie viel von diesen Horrormeldungen hast du in deinem persönlichen Umfeld direkt wahrgenommen?
Versteh mich nicht falsch: Ich möchte nicht kleinreden, dass schlimme Dinge passieren, und ich will auch nicht, dass wir wegschauen, wenn etwas passiert. Aber ich will, dass wir schauen, was da tatsächlich ist und die Welt realistisch betrachten und uns nicht von Vorurteilen und Panik leiten lassen.
Diese medial verbreitete Panik wurde irgendwann so stark, dass Ernst Michalek (https://twitter.com/ernst_michalek)  am 12. Januar twitterte: „Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in so kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, kann jetzt live zuschauen.“

Wollen wir ein Leben in Angst und Panik?
Nein. Ich jedenfalls nicht.
Willst du dich von deiner Angst regieren lassen oder von deinem Hirn?

Es gibt niemanden, der jetzt gleich um die Ecke kommt und uns sagt: „Alles wird gut. Geh beruhigt schlafen, morgen ist alles wieder heile.“
Aber wir können etwas dafür tun, dass es besser wird.

Wie wäre es dann für dieses Jahr mit diesen Vorsätzen:
Lies erst den gesamten Beitrag und nicht nur die Überschriften, bevor du ihn teilst.
Informiere dich darüber, ob die Inhalte aus einer seriösen Quelle stammen.
Halte dich fern von Vorurteilen - die Welt besteht nicht nur aus schwarz und weiß.
Verbreite keine Panik.
Suche nach alternativen Quellen.
Finde kleine, besondere Projekte.
Teile deine Ideen und die von anderen, um diese Welt zu einem besseren, lebenswerteren Ort zu machen.
Säe kleine Samen, die die Welt bunter und fröhlicher werden lassen.
Verbreite Hoffnung.

Nein, wir sind nicht ohnmächtig den Wirren unserer Zeit ausgeliefert.
Wir haben Macht.
Wir sind die Macht.
Wir sind die Macht, die mit darüber entscheidet, ob unsere Welt hoffnungsvoller oder angstvoller wird, ob sie besser oder schlechter wird.

Es ist deine Entscheidung, ob deine Posts diese Welt besser oder schlechter machen – nutze sie!


Es freut mich, wenn du diesen Aufruf teilst und vervielfältigst.


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