Dienstag, 24. Dezember 2013

Weihnachten - Gott kommt nahe



„Hast Du schon einmal ein Baby auf dem Arm gehabt?“ – Jedes Mal, wenn ich diese Frage stelle, beginnen die Augen meines Gegenübers zu leuchten. Säuglinge vermögen es, unsere Fassade zu durchbrechen und durchzudringen zu unseren tieferen Schichten, etwas tief in unserem Inneren anzurühren.
Wie der Säugling auf unserem Arm, so nahe möchte Gott uns kommen – nicht mit Pauken und Trompeten, nicht mit vielen Worten, sondern einfach, unser Herz anrühren, uns ein Lächeln aufs Gesicht zaubern will er.
Und wenn Du diese Nähe des Herzens, dieses Lächeln auf dem Gesicht zulassen und weitergeben könntest – das wäre wahrlich ein wunder-volles Weihnachten, eine geweihte, gesegnete, heilige Nacht voller Wunder.

Herr unser Herr, wie bist du zugegen,
und so unsagbar nah bei uns,
du bist hier in unserer Mitte,
dass du wohl dieses Lied verstehst.

Huub Oosterhuis

Eine Schülerin sagte mir einmal: „Das erinnert mich an diesen Satz aus dem Koran: Gott ist dir näher als deine eigene Halsschlagader.“
In der Tat – beide Bilder wollen das Gleiche ausdrücken: Gott will uns nahe kommen, näher als sich unser Verstand das vorstellen kann. Er will unsere äußeren Schichten durchdringen, unser Innerstes berühren. Es ist allerdings unsere Entscheidung, ob wir ihm Herberge geben.
Und, wie sieht es bei Dir aus? Lässt Du ihn herein?

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